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Der `64 Cadillac befindet sich seit September 1993 in meinem Besitz. Nach zahlreichen technischen Reparaturen entschloss ich mich
zu Verkauf des Fahrzeuges im Herbst 1997. Ein Interessent inspizierte den Cadillac peinlich genau und entdeckt ein Loch im Bodenblech, das mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgefallen war. Das Angebot, welches mir der
Interessent unterbreitete, fand ich, trotz des großen Lochs im Bodenblech, zu niedrig, und lehnte ab. Nun nahm ich das Bodenblech genauer unter die Lupe, und den Cadillac auseinander. Nach drei Wochen war die Karosserie
des Cadillac bis auf die letzte Schraube zerlegt, die Windschutzscheibe sowie diverse Zierleisten zerstört.Eine Leserreise der Zeitschrift Chrom & Flammen im Dezember 1997 nach Californien zum Pomona
Swap Meet sollte eine gute Gelegenheit für die Ersatzteilsuche sein. Leider war dies nicht das richtige Swap Meet für Cadillacs. Es gab aber jede Menge Kontakte und Adressen für Ersatzteile sowie Gebrauchtteile und zum
Schluss doch noch einen Erfolg zu melden. Exakt das gleiche Modell mit der gleichen Farbe und fast indentischer Ausstattung stand zum Verkauf auf einem Hänger. Schon auf den ersten Blick stand fest: Motorschaden. Nachdem ich den
Besitzer ausfindig gemacht hatte, begannen wir um den Preis zu feilschen und mit Hilfe unseres Californischen Begleiters Joe wurden wir schnell handelseinig. Für $1.100,-- in bar wechselte der Caddy seinen Besitzer.
Einen Teil Bargeld sammelte ich teilweise bei nervenstarken Reiseteilnehmern. Die $500,-- Anzahlung vor Ort übernahm Joe, obwohl wir uns bis zu diesem Zeitpunkt erst eine Stunde persönlich kannten. Den Transport
nach Deutschland organisierte ich dann, von Telefonzellen aus, in den Pausen unserer Sightseeing-Tour, rund um Los Angeles und San Diego. Dies war im Grunde trotzdem einfach. Interfracht in Bremen gab mir die Adresse
von einem deutschsprachigen Agenten, der organisierte alles weitere. Das Fahrzeug wurde abgeholt und verschifft. Nach ca. 8 Wochen bekam ich den Cadillac vor die Haustüre geliefert.Im Frühjahr 1998
verpflanzte ich den Motor und das mittlerweile überholte Getriebe des zerlegten Cadillacs in die Karosse des importierten Cadillacs und fuhr diesen bis zum Herbst 1998, um festzustellen, welche Komponenten richtig
funktionierten. Diese konnte man an einer Hand abzählen. Danach zerlegte ich auch diesen Caddy und sortierte die besten Blechteile aus beiden Fahrzeugen aus und brachte diese mit Karosserie zum
Sandstrahlen. Die anschließende Lackierung dauerte ca. 6 Monate. Das Fahrgestell hatte ich in der Zwischenzeit ebenfalls Sandstrahlen und Lackieren lassen. Mit neuen Fahrwerksbuchsen,
Kugelgelenken sowie überholter Hinterachse wurde das Fahrgestell wieder komplett montiert. Das Aufsetzen der Karosserie auf das Fahrgestell und der Beginn der Remontage des Caddys erfolgte im August 1999.
Die Fertigstellung, nach einigen technischen Rückschlägen und Montagefehlern, war im August 2001. |
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